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Pfoten

Einsatz in der Praxis : 

Welcher Hund bekommt welche Aufgabe ?

Bevor ich entscheide, welchen Hund ich wo und wie einsetze, spreche ich mit dem zuständigen Betreuer aus der Einrichtung und lasse mir Informationen über die Person oder die Gruppe geben, die den Besuchsdienst bekommen soll. Hund und Betreuter sollen gut zueinander passen.

Ist die Person ängstlich oder sind es kleinere Kinder, sollte es, wenn möglich, erst einmal ein kleiner Hund sein. Hier sind die Tiere gefragt, die nicht ganz so stürmisch sind und vielleicht einige Kunststückchen vorführen können. Das lockert die Situation immer auf und nimmt Ängste. Man hat in dem Moment noch nicht so einen engen Kontakt zum Hund, kann sich alles von weitem anschauen und sich langsam herantasten.

Behinderte, die unerschrocken sind und selbst gut beweglich, mögen die lebhaften, verspielten Hunde: Zum Ball oder Stöckchen werden oder einfach zum Herumtoben. Sie mögen es auch meistens, wenn der Hund an der Leine zieht. Vielleicht weil sie ihn so mehr spüren können ?

Ältere, ruhige Menschen bekommen auch einen ruhigeren, sanften Hund, der sich für einen Spaziergang eignet, d.h. er sollte brav an der Leine gehen und auch langsam laufen können oder einfach nur anwesend sein und sich streicheln lassen.

Die Einsatzmöglichkeiten für die Hunde sind sehr groß. Daher ist es toll, dass wir so viele unterschiedliche Hunde in unserer Gruppe haben. Vom kleinen Cairnterrier bis hin zum großen Berner Sennen - Mix ist alles dabei. Jeder Hund hat ein eigenes Wesen und besondere Fähigkeiten. Wir müssen sie nur richtig einsetzen.

Therapiehund zu sein ist für den Hund eine ganz besonders schöne Aufgabe und auch gar nicht so schwer! Er muss nicht besonders klug, besonders schön, nicht besonders sportlich, jung oder ausdauernd sein. Er muss einfach nur Hund sein.

Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten eines Besuchs. bzw. Therapiebegleithundes

Die Aufgabe eines Besuchs- bzw. Therapiebegleithundes ist es, durch den Kontakt zu einem Menschen den Aufbau von seelischen und körperlichen Kräften zu mobilisieren. Durch die Anwesenheit des Tieres soll ein Wohlbefinden entstehen, ganz gleich welcher Art und auf welche Weise es zustande kommt. Der Unterschied zwischen einem „Besuchshund“ und einem Therapiebegleithund“ besteht nur darin, dass bei der Arbeit eines Therapiebegleithundes immer ein Arzt oder Pädagoge anwesend sein muss. Nur dann darf man von einer „Therapie“ sprechen.

Wir unterscheiden zudem in:

a)  tiergestützte Aktivitäten

=> einfache Besuchsdienste, wie z.B. Gruppen- oder Einzelbesuche in Seniorenheimen, Krankenhäuser, Behinderteneinrichtungen etc. Die Hunde kommen zum Streicheln und Berühren, zum spielen oder Spazieren gehen. Auch Hunde-Rallyes gehören zu den Gruppenaktivitäten.

b)  tiergestützte Therapie

=> hier ist immer ein Heilpädagoge, ein Arzt oder eine ähnliche Fachkraft anwesend. Gearbeitet wird z.B. in heilpädagogischen Einzelstunden mit schwerstbehinderten Kleinkindern, die einfache Sinneserfahrungen über die Haut (tasten, greifen, fühlen) machen sollen oder mit Autisten, die vielleicht einfacher einen Kontakt zum Tier als zum Menschen bekommen.

c)  tiergestützte Pädagogik

=>sind Tierbesuche mit einem Lern- oder Verhaltensziel, wie z.B. die gezielte Aufklärung bei Kindern, um ihnen ein richtiges Verhalten gegenüber Hunden zu vermitteln.

 

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Stand: 21. June 2004