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JAYTEEH
Holl. Schäferhund/Doggen-Mix
Rüde, Farbe braun gestromt,
59 cm
geb. am 01. April 1996
Hundeführerin: Angela Eggers
Jayteeh ist mit 3 Monaten an einer Autobahn in Bayern ausgesetzt
worden. Er kam zu privaten Tierschützern und lebte dort 4 Wochen zwischen
40 Katzen bevor er zu mir kam. |
| Mein Hovawart-Rüde war gerade verstorben und ich suchte nach einem
neuen Hund, der sich sofort problemlos mit meiner Katze verstehen sollte.
Ich wollte keinen Welpen, da ich berufstätig war. Der Hund sollte bereits
stubenrein sein und ein paar Stunden alleine bleiben können. Über einen
Freund hörte ich von Jayteeh, der damals noch Sandokan hieß. Es kam zum
Kontakt mit dem dortigen Tierschutz und man schickte mir 2 Fotos. |
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Der junge Jay Mir war das Aussehen des Tieres völlig egal. Er
sollte einfach nur lieb sein und Katzen mögen - das konnte man mir
bestätigen. So kam Jay zu mir. Dass das Aussetzen nicht ohne Spuren an
ihm vorüber gegangen ist, zeigte sich in der ersten Zeit insbesondere
durch eine starke Anhänglichkeit. Keinen Schritt konnte ich ohne ihn tun.
Jay brauchte ständig Körperkontakt, wollte immer kuscheln und
gestreichelt werden. (Noch heute sitzt er am liebsten auf meinem Schoß
und schläft unter der Bettdecke) Ein wenig Angst zeigte er vor Männern,
tiefe Stimmen verunsicherten ihn. |
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Jay und Kimberley in unserem Garten beim einüben von
Vertrauensübungen, die später in den Kindergärten durchgeführt werden.
In diesem Fall kriecht das Kind unter dem Hund durch, der natürlich still
stehen muss. Fast ein Jahr brauchte er, um ein selbstsicherer Hund zu
werden. Niemals zeigte er irgendeine Form von Dominanz gegenüber mir oder
andere Menschen. Die kleinen Rangordnungskämpfe, die ich früher mit dem
Hovawart hatte, gab es mit ihm nicht. In der Unterordnung hatten wir
keinerlei Probleme, sein Gehorsam war sehr gut und er hatte viel Spaß an
der Arbeit im Hundeverein. |
| Schnell zeigte sich, dass Jay mehr wollte. Er hat viel Temperament und
eine schnelle Auffassungsgabe. Um ihm gerecht zu werden, schloss ich mich
einer Rettungshundestaffel an. 6 Jahre lang arbeitete Jay als Rettungshund
in Fläche und Trümmer und war gerade in den ersten Jahren in vielen
Einsätzen, wie z.B. bei der Suche nach Christina Nitsch, Strücklingen
1998. Übungen mit dem Hubschrauber und das Abseilen von Türmen gehörten
auch zu unserem Trainingsprogramm. Wir hatten eine schöne, arbeitsreiche
Zeit. |
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| Aus gesundheitlichen Gründen habe ich Jay 2001 aus der
Rettungshundearbeit heraus genommen - seine Knochen machten sich nach all
den Jahren „Leistungssport“ bereits bemerkbar. Eine angeborene
Hüftgelenkdysplasie und Spondylose machten ihm zu schaffen. (Beides mit
Goldakupunktur 2001 erfolgreich behandelt!). Da das Suchen aber seine
große Leidenschaft ist, arbeiten wir privat immer noch ein wenig - nur so
aus Spaß. |
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Alternativ haben wir eine schöne neue Aufgabe gefunden: Auch Jayteeh
arbeitet seit 1 ½ Jahren als Therapiebegleithund. Er kann gut im
Kindergarten eingesetzt werden und ist dort für die „Kuschelstunden“
zuständig. Es hat natürlich eine Weile gedauert, bis er begriffen hat,
dass „ruhig daliegen“ jetzt eine seiner neuen Aufgaben ist. Dafür
darf er mit den älteren Kindern verstecken spielen. Keine Frage, wer hier
wen sucht, oder? |
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Jay, Barbara und die kleine Melissa, die ihre Streicheleinheiten mit
den Füßen verteilt. Jay genießt |
| Viel Spaß machen ihm auch die Spaziergänge mit Torsten und Hilmer aus
dem Wohntrainingshaus in Bookholzberg. Die beiden jungen Männer
verstecken sich auch gerne einmal im Gelände für ihn. Jay ist sehr
beliebt im Wohnheim: Er ist groß und zieht ordentlich an der Leine! Ja,
richtig gelesen, das kann auch mal von Vorteil sein. Viele Bewohner mögen
es, wenn sie richtig was zu halten haben, sie benötigen vielleicht diese
starken Impulse. Also lasse ich beiden den Spaß. Torsten und Jay beim
Slalomlauf (mit Löffel und Ball zusätzlich in der rechten Hand) Dieses
Spiel war Bestandteil einer „Hunderallye“ im Wohnheim Vollersweg. |
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3 Bälle auf dem Platz - trotzdem wird gezankt! |
Jayteeh liebt Bälle und eigentlich alles,
was irgendwie nur annähernd
rund ist (Kastanien, Tannenzapfen, Autoreifen) oder aus Gummi. Leider
verschluckt er solche Dinge - zerkaut oder unzerkaut. Weihnachten 2001 kam
es deshalb zu einem Darmverschluss: Not-Operation am 2. Weihnachtstag!
Seitdem darf er mit keinem Spielzeug mehr allein bleiben. Ein weiterer
guter Grund mit Begeisterung in die verschiedenen Einrichtungen zugehen,
denn dort spielt immer jemand mit ihm Ball. |
| Als 2001 Apachi zu uns kam, war er anfangs gar nicht so glücklich.
Ihre Welpenzeit war ganz schön stressig für ihn. Nie hat er sich
gewehrt, wenn die Kleine mal wieder einen Rappel kriegte und knurrend an
seinem Hals hing. Jay bekam dann immer diesen „sperr sie bitte in die
Box“ - Blick. Ein Hilferuf, den ich gut verstehen konnte! Schnell war
klar, Apachi ist die dominantere. Aber einer Frau ordnet man sich doch
gerne unter, oder? Es gibt gelegentlich Versuche seinerseits sich zu
wehren, ein Spielzeug oder Futter zurück zu erobern. Das sieht dann so
aus: „Madam“, die sonst immer nur austeilt, fängt an wie wild zu
schreien „Hilfe, er bringt mich um…“.Sofort lässt Jay sie völlig
schuldbewusst los, ein Blick zu mir „ich hab’ nichts gemacht., glaub’
mir, ich hab’ sie noch nicht einmal berührt…“ - triumphierend haut
Apachi mit der Beute ab. |
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Trotzdem verstehen die beiden sich prima, spielen viel in der Wohnung
oder im Garten zusammen. Nur draußen geht jeder seine eigenen Wege.
Apachi bleibt lieber in meiner Nähe, Jay läuft meistens weit voraus. Als
ehemaliger Rettungshund muss er eben keine Angst haben, mich zu verlieren! |